Unsere Gesellschaft und jeder Einzelne hat die Möglichkeit, Lebensräume für die Bienen und andere Insekten zu schaffen oder zu verbessern. Entweder im privaten Bereich, entsprechend den jeweiligen Gegebenheiten, oder in Gemeinden und Kommunen, wo man sich für eine insektenfreundliche Umgebung stark machen kann.
Eine der einfachsten Möglichkeiten, etwas für Bienen und Natur zu tun, ist die ökologische Landwirtschaft zu unterstützen - denn:
Bienen würden Bio kaufen.


Ökologische Landwirtschaft:

  • Fördert die Erhaltung der Artenvielfalt
  • Verzichtet auf chemisch synthetische Insektizide und Herbizide
  • Bietet eine gute Pollenversorgung durch:
    - Mischfruchtanbau (z.B. Leindotter und Erbsen)
    - Anbau von betriebseigenem Eiweißfutter (z.B. Ackerbohne und Soja)
    - Baut Zwischenfrüchte an und hält Brachflächen vor

Wir haben auf einer etwa 500 m² großen Fläche Pflanzen und Blumen angesät, die für die Bienen und andere Insekten eine vielseitige und dauerblühende Nahrungsquelle darstellen.
Bienen und andere Insekten sind darauf angewiesen, dass ihnen ausreichende natürliche Ressourcen zur Verfügung stehen, um sich vital zu entwickeln. Leider trifft man zunehmend nur noch die "einheitsgrüne" Landschaft an. Wiesen, auf denen nach Möglichkeit nur noch eine gewünschte Grassorte wächst, und wo blühende Blumen als "schlechte fachliche Praxis" der Landwirtschaft betrachtet werden. Oder Monokulturen, nach deren Abblühen das große Hungern für die Insektenwelt einsetzt.
Die Insekten sind, wie der Mensch auch, auf eine abwechslungsreiche Nahrung angewiesen, um ein intaktes Immunsystem aufrecht erhalten zu können und gesund zu bleiben.
Daher sehen wir unsere Aufgabe als Imker auch darin, im Rahmen unserer Möglichkeiten zur Blütenvielfalt unseren Beitrag zu leisten.
Die von uns verwendete Blumen-/Kräuter Mischung ist für sandige/trockene Standorte geeignet. (Hersteller: Juliwa-Enza GmbH &Co.KG Heidelberg)
Beim Bepflanzen von Beeten verwenden wir Blumen, die ungefüllt sind und den Insekten Pollen und Nektar spenden.
Das sind nicht die spektakulären, aufgedonnerten Schönheiten. Ihr schlichter Reiz fügt sich aber sehr harmonisch in den naturnahen Garten ein. Oft lohnen sie es mit einer schier unermüdlichen Blühdauer. Hier eins unserer Rosenbeete.

Auch Gemeinden können für ihre Parkanlagen und Rabatten ungefüllte Blumensorten verwenden. Darüber hinaus wäre es hilfreich, wenn blütenreiche Straßenränder, im Spätsommer oft die letzten Refugien, erst nach September gemäht würden.
Weiß-Klee im "Rasen" ist eine ausgezeichnete Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere Insekten.
Wir haben den Klee nachträglich in den Rasen eingesät. Da unser Boden sehr mager ist, kommen wir mit 2-3 maligem Mähen im Jahr aus. Nach dem Mähen kommt der Klee sehr schnell wieder zur Blüte.
Man muss allerdings am Abend mähen, wenn keine Insekten mehr fliegen, damit diese nicht unter den Rasenmäher kommen. Oder aber man wartet einen kühlen, bewölkten Tag ab, an dem die Bienen zu Hause in ihrem Bienenstock bleiben.
Man sollte jedoch keinen Klee einsähen, wenn der Rasen von Kindern viel zum Spielen benutzt wird. Hier ist dann doch die Gefahr gegeben, dass man beim Barfußlaufen öfter auf eine Biene tritt und gestochen wird.
Auch unser benachbarter Landwirt hat viel Weißklee in seinen Wiesen und fördert dies auch, weil es seinen Kühen gut tut. - Unseren Bienen auch!